Vielen ist er als Jean-Luc Picard, Captain der U.S.S. Enterprise, bekannt. Andere kennen ihn als Professor X oder als großartigen Theaterschauspieler. Und soweit ich das aus der Ferne beurteilen kann, war er auch ein humorvoller, sympathischer Mensch.
Patrick Stewart starb gestern im Alter von 86 Jahren.
Für mich wird er immer vor allem Jean-Luc Picard bleiben. Der Captain aus Star Trek: The Next Generation, einer Serie, die versucht hat, die Flagge der Menschlichkeit hochzuhalten.
Star Trek zeigt uns eine positive Vision der Zukunft. Eine Welt, in der die Menschheit ihre größten Probleme überwunden hat. Nicht, weil es nie schlimm wurde, sondern weil wir irgendwann gelernt haben, es besser zu machen.
Patrick Stewart hat diese Hoffnung in seiner Rolle verkörpert. Mit einer Souveränität, Besonnenheit und Menschlichkeit, die mich bis heute beschäftigen. Seine Darstellung von Jean-Luc Picard ist für mich ein Vorbild dafür, wie Menschen miteinander umgehen sollten.
Eine meiner liebsten Episoden ist „The Inner Light“.
Darin wird Picard von einer außerirdischen Sonde erfasst und erlebt in seinem Bewusstsein das vollständige Leben eines anderen Menschen. Er gründet eine Familie, wird alt und erlebt schließlich das Ende einer ganzen Zivilisation.
Als er auf der Enterprise wieder zu sich kommt, sind nur wenige Minuten vergangen. Doch für ihn liegt ein ganzes Leben dazwischen.
In diesem anderen Leben hat er gelernt, Flöte zu spielen. Als die Sonde später geöffnet wird, findet man darin genau diese Flöte.
Ein kleines Instrument, das ihn fortan an ein ganzes Leben erinnert. An Menschen, die längst nicht mehr existieren. An eine Zivilisation, die nur deshalb nicht vollständig vergessen ist, weil ihre Erinnerungen in ihm weiterleben.
Für mich ist das die Hoffnung auf eine bessere Menschheit. Und die Erinnerung daran, dass wahre Größe nicht durch Macht entsteht, sondern durch Menschlichkeit.
Ein Grund, das heute mit euch zu teilen.

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